Neun Berliner Autorinnen und Autoren werden in diesem Jahr auf Einladung der Akademie der Künste und der Kulturverwaltung des Berliner Senats im Alfred-Döblin-Haus in Wewelsfleth (Schleswig-Holstein) drei Monate leben und arbeiten.
Das Alfred-Döblin-Stipendium erhalten:
Luise Boege, Ricoh Gerbl, Saskia Fischer, Elke Heinemann, Milena Oda, Boris Preckwitz, Hans-Gerd Pyka, Katharina Schlender und Ellen Wesemüller.
In dem von Günter Grass dem Land Berlin gestifteten Haus stehen den Stipendiatinnen und Stipendiaten drei möblierte Wohnungen zur Verfügung; darüber hinaus erhalten sie monatlich 1.100 EUR.
Der Jury, die über 87 Anträge zu beraten hatte, gehörten Jörg Feßmann, Karin Kiwus und Herbert Wiesner an.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten - Pressemitteilung,
16.02.2012
Liebe V!
Zeno. Jahrheft für Literatur und Kritik Nr. 32, Gleichheit, Dezember/Januar 2011/2012
Letztes Abendmahlrezept
Mein heimliches Auge XXVI. Das Jahrbuch der Erotik 2011/12, Oktober 2011
Der Brief an den Vater
Zeno. Jahrheft für Literatur und Kritik Nr. 31, Werte, Dezember/Januar 2010/2011
KIND TÖTEN
(Endauswahl Limburg-Preis für Literatur 2009) Zeno. Jahrheft für Literatur und Kritik Nr. 30, Individuen, Dezember/Januar 2009/2010
Heinemann erzählt von den Autoritätsstrukturen einer Kleinfamilie, es geht um die Anfänge des Menschwerdens - alles rasant geschrieben, komplex durchdacht. Berliner Abendblatt, 13.02.10
Liebeskummerkunst. 6 Interventionen
Regie: Martin Zylka , WDR/DLR 2011, Ursendungen 08. + 23.01.11, öffentliche Präsentation des Hörspiels und Gespräch mit Elke Heinemann. OH! Ton-Festival 2011, fabrik Potsdam, Schiffbauergasse 10, 144467 Potsdam, www.ohton-festival.de, 08.-10.07.11. Öffentliche Präsentation des Hörspiels. 9. Leipziger Hörspielsommer, Richard-Wagner-Hain, Leipzig, www.hoerspielsommer.de, 15.07.11, Ü: NDR Kultur, 02.05.12, W: DKult, 02.09.12
Es geht um die Liebe, genauer: um die Beendigung von Liebe und den Umgang mit ihren Überbleibseln. Außerdem geht es um die Autorin Elke Heinemann und auch wieder nicht. Das 72-minütige Stück „Liebeskummerkunst. 6 Interventionen“ – ein Kooperationsprojekt der Feature-Abteilung des WDR (Dramaturgie: Leslie Rosin) und der Hörspielabteilung von Deutschlandradio Kultur (Dramaturgie: Ulrike Brinkmann) – verschmilzt Feature und Hörspiel. „Das Spiel mit Identität und Nichtidentität ist bekanntlich in postmoderner Kunst und Literatur in“, sagt die Autorin. Ihr Regisseur Martin Zylka, der sich selbst spielt, sekundiert: „Wenn man sich entscheiden würde, die dokumentarische Ebene zu benutzen, wäre das sowieso eine fiktive.“ Da hat er recht, denn erstens gibt es in medialen (= vermittelnden) Kontexten nichts Authentisches, und zweitens erfindet jedes Individuum seine Biografie immer neu. Jochen Meißner, Funkkorrespondenz, 04.02.11
Serbien, Byzanz und Europa.
Religionskriege unter dem Deckmantel
der Ideologie. Von Milorad Pavic. DIE ZEIT, 26.07.91, S.
45 (Aus dem Französischen mit einer Einleitung
von Elke Heinemann), aufgenommen in: Bibliographie: Literatur aus Serbien in deutscher Übersetzung 1991-2010, Serbische Nationalbibliothek, Belgrad 2011
Ein Buch fürs Volk.
Elke Heinemanns Besprechung des Buches "Die Applausmaschine" von
Ana Blandiana, DIE ZEIT, 25.03.94, S. 67, auszugsweise zitiert in „Der literarische Überlebenswille Herta Müllers. Zur Neuerscheinung Herta Müller: »Lebensangst und Worthunger« Im Gespräch mit Michael Lentz. Leipziger Poetikvorlesung. Suhrkamp Verlag, Berlin 2010, Rezension von Katharina Kilzer in: www.banater-schwaben.org, 27.03.11
Wenn ich eine türkische Autorin wäre ...
Erkundungen über Schreiben und Schweigen der Frauen in der Türkei, WDR 2010, Ursendung 09.12.10, Ü: NDR 20.03.12
Werkstattatmosphäre im Radio: Aufnahmen im Tonstudio, Biographisches erzählt, Auszüge aus Romanen und Theaterstücken gelesen und Thesen vorgetragen. Regisseur Martin Zylka und Tonmeister Peter Hamacher lassen sich gemeinsam mit der Autorin Elke Heinemann auf eine Frau ein, die es ihrem Publikum nicht leicht macht. Formal anspruchsvoll und doch unterhaltsam schaffen sie es, Marlene Streeruwitz´ Anspruch, den Zustand Frau in Worte zu fassen, hörbar zu machen. Susanne Wankell, Hören und Sehen für Fortgeschrittene, www.allerbestens.org
Wollten Sie auch schon mal eine Bestsellerautorin werden?
Oder wenigstens eine Romanheldin? Dann geht es Ihnen vielleicht ähnlich
wie Elisabeth Herzig: Sie ist Journalistin, Single, 40 3/4
und hat zu viel Fantasie und zuviel Fett. Da sie wie alle erfolgsorientierten
Romanheldinnen ihrer Zeit Film- und Fernsehheldin werden will,
führt sie ein Tagebuch und ist unbeirrt von Fehlschlägen
auf der Suche nach dem Richtigen. Dass er Hugh Grant heißt,
einen Doppelgänger hat und in Hollywood für einen
neuen Woody-Allen-Film probt, bringt verwirrende Komplikationen
mit sich. Damit aus der Elisabeth-Herzig-Story ein Bestseller
wird, bedarf es eines drehbuchreifen Manuskripts, einer Werbefläche
für die im Roman genannten Markenartikel, einer Anleitung
zum Schreiben erotischer Prosa sowie der Megapräsenz männlicher
Sexdolls. Elke Heinemann führt in ihrem parodistischen
Roman die Kommerzialisierung der Literatur am Beispiel der
Romanheldin und -autorin Elisabeth Herzig auf witzige Weise
vor. Sie macht dabei Anleihen bei so unterschiedlichen Autoren
wie Jane Austen oder Bret Easton Ellis.
Elke Heinemanns provokanter Roman "Kiss OFF" macht
Stimmung gegen Kommerzialisierung. Die Berliner Literaturkritik, 25.06.08
„KISS OFF - Bestseller in Echtzeit“ist eine
Sammlung von Tagebucheinträgen, von Gedanken, Erlebnissen,
Impressionen, Ideen und Phantasien. Die Autorin will damit
nicht nur die Kommerzialisierung der Literatur auf die Schippe
nehmen sondern ganz offensichtlich auch das moderne Frauenbild
selbst, wie es sich durch „Sex and the City“und „Desperate
Housewives“in den Köpfen festgesetzt hat. Elisabeth
Herzig ist auch ein wenig sie selbst – ernüchtert
durch die schnöde Realität, in der es nicht darauf
ankommt, wie literarisch oder ungewöhnlich ein Buch ist,
sondern wie es sich am besten verkauft. Roter Dorn, 01.08.08
Ein Roman erzählt, wie eine Autorin einen Bestseller
schreiben will und das Leben und Begehren der sich scheinbar
selbst überlassenen Romanheldin die Story beeinflusst
und in der Folge sämtliche Klischees von Mädchen-
und Frauen-Romanen auseinander nimmt. Die Zeit Online, 27.08.08
Die Jagd nach Liebe bzw. dem Bestseller wird angemessen temporeich,
kurzweilig und mit selbstironischem Witz vorgetragen und erstaunlich
trickreich erzählt, zumal Elke Heinemann den beiden Ebenen
von Kassenschlager fabrizieren und Traumtyp erobern weitere
doppelte Böden eingezogen hat. So tritt zur Satire auf
den Literaturbetrieb und das moderne Weibchenbild die Parodie
auf die Werbewelt: Der Roman dient wie eine Internetseite auch
als Reklamefläche. Das Buch liest man schneller, aber
man hat weit mehr davon. Konkret Literatur Nr. 33, 2008/2009
Kunst meets Frauenroman: unkonventionell und innovativ, postmodern,
irrwitzig und ironisch, konsum- und sozialkritisch, feministisch
und frisch – das alles ist "Kiss Off". Elke
Heinemann hat ein außergewöhnliches und bemerkenswertes
Buch kreiert! AVIVA Online-Magazin für
Frauen, 14.11.2008
Wie nebenbei wird der „Bestseller“ damit endlich
auch als Gattungsbezeichnung in den deutschen Buchmarkt eingeführt.
In „Kiss off“ ist alles gefaked. Lesen Sie doch
zur Abwechslung einmal nicht den brandneuen, ultimativen, verstörendsten,
sanftesten oder berührendsten, sondern den maßlosesten „Bestseller“ der
Saison. Goon. Magazin für Gegenwartskultur,
01.12.08
Ein Wirrwarr an Doppelgängern und Komplikationen, das
aber durchaus seinen Reiz hat. Die Autorin führt dem geneigten
Leser brutal die Kommerzialisierung der Literatur vor. Die
Geschichte ihrer Protagonistin ist in Echtzeit wiedergegeben
und gespickt mit Werbeflächen für die im Roman erwähnten
Artikel. Kombiniert mit einer Anleitung zum Schreiben erotischer
Literatur inklusive dem entsprechenden Anreiz. Buch Blog, 02.01.09
Das Spiel mit Klischees aus der durchkonfektionierten Frauenunterhaltung
ist aber nur eine Ebene von Kiss Off. Eine zweite Ebene kreist
um die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche: Das Buch als
Produkt, das profitabel vermarktet werden muss, und der Mensch,
der sich in Zeiten des Turbokapitalismus dem gleichen Optimierungsprozeß aussetzt. WDR 3/Gutenbergs Welt, 11.01.09
Kiss Off ist eine Slapstick-Komödie ganz neuer Art, mit
jeder Menge Selbstironie, garniert mit üppigen Seitenhieben
auf die Illusionsmaschinerie der Konsumwelt und deftig abgeschmeckt
mit Echt-Zitaten aus der Pornowerbung, insgesamt ein tragischkomisch-schriller
Zerrspiegel für die seelische Befindlichkeit des modernen
Singledaseins. Vorarlberger Nachrichten, 16.01.09
ERNST LUDWIG KIRCHNER - INSIDE OUT
Hörbild nach Leben und Sterben eines Malers
Hörspiel DeutschlandRadio Kultur/WDR/Radio Bremen 2007/2008,
Ursendungen 6/08, Hörspiel des Monats Juni 2008
Elke Heinemann hat mit Regisseur Martin Zylka eine Collage zu
Kirchners
Leben und Sterben geschaffen, ein Dank seiner Realitätsfragmente
lebendiges Hörbild über das Verhältnis eines Künstlers
zur ihn umgebenden Gesellschaft. Aus der Begründung der Jury
der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste
für die Wahl zum Hörspiel des Monats
Juni 2008, 08.07.08
Der Maler Ernst Ludwig Kirchner hat faszinierende Bilder geschaffen,
die unsere sinnliche Erfahrung auf den Kopf stellen. Aber Kirchner
war auch sein Leben lang krank und drogensüchtig. Er flüchtete
vor der Welt in ein einsames Alpendorf, mit 58 Jahren schoss
er sich tot. Das schöne Hörspiel „Ernst Ludwig
Kirchner – Inside Out“ von Elke Heinemann zeichnet
die Künstlertragödie in einer akustischen Collage nach. Tom Peuckert, Der Tagesspiegel,
31.12.08
Wie schlau und
komplex dieser "Liebesroman zum Hören", der zugleich ein
Fortpflanzungsroman ist und außerdem als eine Mediensatire
funktioniert, wirklich gebaut ist. Insgesamt ein hochkomisches Stück,
das das Wiederhören lohnt. Jochen Meißner, Funkkorrespondenz, 30/08
DER SPIELPLAN
Ein Liebesroman
Edition Nautilus 2006
Irgendwie beginnt jeder Liebesroman. Wie spannend, wenn er mit
einer chemischen Analyse beginnt, mit einer symbolischen Symmetrie,
mit zwei Wahlverwandtschaften vier paarbereiter Elemente!
Dieser Liebesroman beginnt mit einem schlichten Satz, gesprochen
von Brigitte. Brigitte sagt, ich liebe dich.
Brigitte sagt diesen Satz, weil sie ihn oft in ähnlichen
Situationen gesagt hat. Brigitte hat diesen Satz oft in ähnlichen
Situationen gehört und gelesen, im Kino, im Fernsehen, in
Liebesromanen. Brigitte ist sich ihrer kulturellen Prägungen
selten so sicher wie in diesem Augenblick. Und doch ist es möglich,
dass sie diesen Satz sagt, weil sie hofft, dass Romantik Verkrampftheit
ab- lösen wird, sie weiß es nicht genau.
Denn es ist das erste Mal, und wie bei jedem ersten Mal hat Brigitte
ein ein-
ziges Ziel: Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein. Vielmehr
soll es das erste Mal einer Reihe von vielen Malen gewesen sein,
die irgendwann, in einer noch nicht abzusehenden Zukunft, mit einem
letzten, einem allerletzten Mal beschlossen sein wird. Bis dass der Tod uns scheidet.
Das alles meint Brigitte, wenn sie sagt, ich liebe dich.
Im Debüt der Berliner Autorin Elke Heinemann dreht sich zwar
alles um die Liebe, statt weich gezeichneter Romantik verbirgt
sich hinter dem Etikett aber eine böse Geschlechter- und Gesellschaftssatire. Der Tagesspiegel
Wunder finden nicht statt bei Heinemann. Aber das Wunderbare an
ihrem Roman ist, wie sie scharf-ironisch Kunstfiguren, zusammengesetzt
aus dem statistischen Durchschnitt, gegeneinander antreten lässt. Volltext. Zeitung für Literatur
Eine Geschichte, die erotische Klischees gnadenlos vorführt,
sehr komisch, sehr böse. Berliner Morgenpost
Einen tollen Roman hat Elke Heinemann da geschrieben, in dem sich
Plat-
itüden zur Geschlechterfrage und ein vollkommen wahnwitziger
Plot gegen-
seitig die Köpfe einschlagen. Susan Geißler, junge Welt
"Frauen, die pfeifen, und Hühnern, die krähen,
denen soll man beizeiten die Hälse umdrehen." Diese volkstümliche
Bosheit hat ihre Beschreibungskraft für den Zustand der weiblichen
Welt bis jetzt keineswegs eingebüßt. Das weiß auch
die Hauptfigur aus 'Entfernung', dem neuen Roman von Marlene Streeruwitz. Während Selma versucht, gegen den sozialen Abstieg
zu kämpfen, wollen Brigitte und Petra, Emma und Marie-Claire
vor allem den tollen Bert. Deren Geschichte erzählt Elke Heinemann
in dem satirischen Liebesroman "Der Spielplan". Imke Wallefeld, WDR 3 - Gutenbergs
Welt
Ihr kleiner, eigenwilliger Roman ist, obschon ästhetisch
und intellektuell anspruchsvoll, boshaft und hochkomisch. Gernot Krämer, Deutschlandfunk - Büchermarkt
Der Untertitel verheißt einen "Liebesroman", was
dann ebenso genussvoll wie gnadenlos seziert wird. Werner Jung, Neues Deutschland
... sie beherrscht den Jargon der Sozialwissenschaften, eignet
sich deren System, Gesellschaft zu analysieren an, um daraus einen Roman zu
schlagen, dem momentan nichts Vergleichbares an die Seite zu stellen
ist. Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten
Das neue Buch der deutschen Autorin Elke Heinemann erinnert an
die heftigen Tiraden von Elfriede Jelinek gegen männliche
Unterdrückung und weibliche Selbstkasteiung, aber mit dem
Unterschied, dass Heinemanns Kritik humorvoller, selbstkritischer und nuancenreicher ankommt. Bruno Lässer, Vorarlberger Nachrichten
Darf man das, was Elke Heinemann da in "Der Spielplan" ihren
Leserinnen zumutet? Ja, denn erlaubt ist ästhetisch-poetisch
alles, was in der Wirklichkeit nach künstlerischer Befragung
und Verschärfung verlangt. Stadtrevue Köln
... eine bitterböse und witzig-intelligente Satire auf das
Leben im Zeitalter von Fernsehfrauentausch, virtuellen Liebesaffären,
Patchwork-Familien und geklonten Wunschkindern. Das Wunderbare
liegt allein in der Art und Weise, wie sie erzählt wird. Astrid Hackel, goon. Das Magazin
für Gegenwartskultur
... Satz für Satz pure Kompression zum Auf-der-Zunge-zergehen-lassen. Heidrun Küster, ekz-Informationsdienst
Dieses Buch ist kein schnöder Liebesroman. Teresa Schomburg, zitty
Kunstvoll in eine sehr konstruierte, spröde Form gebracht,
beschreibt Elke Heinemann in ihrem satirischen Roman "Der
Spielplan" die wahnsinnigen Wege, die eine vermeintliche Liebe
gehen kann und beweist schlagkräftig, dass Männer und
Frauen nicht nur unterschiedliche Toiletten benutzen, sondern auch ganz und gar verschiedene Menschen sind. Kieler Nachrichten
Heinemann stellt ihre absichtsvollen Pappkameraden auf ein Sprach-Spielfeld
voller Denk- und Sprechklischees aus der Medien-Gender-Sprachkritik
und rutscht zur höheren Erkenntnis und noch höheren Erheiterung
solange darauf herum, bis sich alle, inklusive der Klischees ausgiebig
lächerlich gemacht haben. Elmar Krekeler, DIE WELT
... die Lektüre lohnt auf jeden Fall. Julia Maisenbacher, Jungle-World
Heinemann lässt nicht nur die derzeitige gängige waschlappige
Vornamen-
literatur deutscher Jungautorinnen deutlich hinter sich, sondern
macht sie gleich zum Teil der Satire. Sebastian Domsch, Die Tageszeitung
... eine wortwahnwitzige Verulkung von Geschlechterkampf, Kinderwunsch
und Fernsehshow. Facts. Das Schweizer Nachrichtenmagazin
... einer der originellsten Romane der letzten Zeit, boshaft und
komisch bis zum Abwinken. Literatur in Essen
Wäre Elke Heinemanns "Liebesroman" nur die witzige
Zeitungs-, Fernseh- und Universitätssatire, die er auch ist,
hätte die 1961 geborene Autorin Sprachwitz, Denkschärfe
und Bildung verschenkt. Heinemann zeigt am Beispiel des flüchtigen Mistes aber das überzeitliche Geschlechterdrama. Wenn
sie sich auf Roland Barthes, Walter Benjamin usw. beruft, zeigt
das ihr Rüstzeug und ihr Niveau. Michael Schweitzer, Kommune/Literatur
Extra
In ihrem Buch verlangen vier Frauen einen Mann: "Der Spielplan" -
ein Liebesroman? Andreas Spiegel, MDR/Fernsehen, Buchmesse 2006
Eine gnadenlos genaue und ironische Auseinandersetzung mit vorgegebenen
erotischen Klischees und Vorstellungen. Jury des Floriana-Literaturwettbewerbs
Die sprachspielerische Satire auf Rollen- und Beziehungsklischees,
Reproduktionsmythen und Massenmedien wurde von der Stadt Esslingen und
dem Freien Deutschen Autorenverband gefördert und erhielt
den 1. Preis des österreichischen Floriana-Literaturwettbewerbs.
Meret Oppenheim. Eine Portrait-Collage.
Notiert und arrangiert von Elke Heinemann
Edition Nautilus 2006
Meret Oppenheim ist mehr als die Pelztasse! In Gesprächen,
die Elke Heinemann mit Freundinnen und Freunden, Verwandten und Kollegen der
Künstlerin geführt hat, geht es um Kindheitserlebnisse,
um frühe künstlerische Erfolge, um eine lange Schaffenskrise
und um deren Überwindung sowie um das späte Comeback mit internationalen Ausstellungen. Deutlich wird, dass
Meret Oppenheim sich nicht auf jene Klischees reduzieren lässt,
die sie als 'Libertine' im Kreis der Surrealisten ausweisen oder als Ikone des Feminismus. Gertrude Buchholz, KunstbuchAnzeiger
In dem Büchlein 'Meret Oppenheim. Eine Portrait-Collage'
montiert Heraus-
geberin Elke Heinemann Aussagen verschiedener Weggefährt/inn/en
der Künstlerin zu einem fiktiven Diskurs über Meret Oppenheim
(1913-1985). Das ist amüsant und informativ und in jedem Fall
eine gute Idee. Ingrid Strobl, Virginia. FrauenBuchKritik
Einen ungewöhnlichen, zugleich heiteren wie intimen Einblick
in das Leben der melancholisch-romantischen, bisweilen distanziert-strengen
und androgynen Lebefrau bietet Elke Heinemanns mit einigen schönen
Bildern illustrierte Portrait-Collage. Das kleine, feine Buch ist wie ein Kaffeeklatsch
mit Merets Freunden, ein Hörbuch zum Lesen. Astrid Hackel, goon. Das Magazin für Gegenwartskultur
... ein sehr facettenreiches Bild voller Details zu ihrem Leben. Kunst & Bücher
Die Edition Nautilus zählt erfreulicherweise zu den wenigen
Verlagen, für die sich Bücher über linke Politik
und künstlerische Avantgarde nicht aus-
schließen, sondern vielmehr Hand in Hand gehen ... oder eben
Hand in Kopf. Für "Meret Oppenheim - eine Portrait-Collage" spürte
Elke Heinemann in Gesprächen mit Freunden, Verwandten und
Kollegen dem Leben und Werk der Künstlerin Meret Oppenheim
nach, die nur noch wenigen kunstinteressierten Menschen ein Begriff
ist - und selbst diesen oft ausschließlich wegen ihrer "Pelztasse",
jenem flauschigen Werk, auf das die Künstlerin ähnlich
reduziert wird wie Munch auf seinen "Schrei". Heinemanns
Gespräche bilden eine angenehm lesbare, manchmal sehr anekdotisch
gehaltene Ergänzung zur Oppenheim-Biographie von Bice Curiger
und dem Katalog zur aktuell in Bern gezeigten Retrospektive. Sie
machen zudem deutlich, dass Oppenheim eine Schlüsselfigur
des Surrealismus war und nicht die Randerscheinung, als die sie
ihre männlichen Kollegen wohl gerne gesehen hätten. Martin Büsser, junge Welt
Und so fort.
Elke Heinemann über Erzählungen von Yoko Tawada
Wiederabdruck von Elke Heinemanns Besprechung zu
Yoko Tawadas Erzählungenband "Tintenfisch auf Reisen" (DIE
ZEIT 1994)
in: Japanische Literatur im Spiegel deutscher
Rezensionen. Bibliographische Arbeiten aus dem Deutschen Institut
für Japanstudien, Band 9
hg. von Junko Ando, Irmela Hijiya-Kirschnereit und Matthias
Hoop, IUDICIUM Verlag, München 2006
Mit diesem Band, der Rezensionen japanischer Titel über
mehrere Jahrzehnte im Volltext dokumentiert, wird eine Bestandsaufnahme
der Rezeption japanischer Literatur im deutschsprachigen Feuilleton
angestrebt. Gesammelt und dokumentiert wurden Rezensionen (einschließlich
Sammelrezensionen) japanischer Literatur, modern wie vormodern,
aus zwölf überregionalen Tages- und Wochenzeitungen
im deutschsprachigen Raum. Ziel war nicht die möglichst
vollständige Erfassung sämtlicher publizierter Besprechungen,
etwa in regionalen Zeitungen oder in japanbezogenen Publikationen
für ein allgemeines oder ein wissenschaftliches Publikum,
sondern das Erstellen einer Materialbasis zur Einschätzung
der Rezeption japanischer Literatur in den Printmedien mit der
größten Verbreitung und in meinungsbildender Funktion. IUDICIUM Verlag, Katalog
Hörfunk: Wenn ich eine türkische Autorin wäre ... Erkundungen über Schreiben und Schweigen der Frauen in der Türkei. (WDR 2010), Ü: NDR Kultur, 20.03.2012, 20.05 Uhr
Februar 2012
Hörfunk: Ernst Ludwig Kirchner - Inside Out. Hörbild über Leben und Sterben eines Malers. (DKult/WDR/RB 2007/8), Ü: SWR2, 05.02.2012, 14.05 Uhr
Dezember 2011
Prosa: Liebe V! Zeno. Jahrheft für Literatur und Kritik Nr. 32, Gleichheit, 01.12.2011
Oktober 2011
Prosa: Letztes Abendmahlrezept. Mein heimliches Auge XXVI. Das Jahrbuch der Erotik 2011/12, 01.10.2011
Hörspiel: Ernst Ludwig Kirchner - Inside Out. Hörbild über Leben und Sterben eines Malers. (DKult/WDR/RB 2007/8), öffentliche Präsentation des Hörspiels in der Ausstellung "Meisterwerke zu Gast - Das Kunstmuseum Bochum", KUNSTHALLE VOGELMANN, Allee 28, 74072 Heilbronn, www.museen-heilbronn.de, 01.07.2011, 19 Uhr
Mai/Juni 2011
Hörfunk: Besprechung von Ingeborg Bachmanns "Radiofamilie Floriani". MDR/Figaro am Abend, 20.06.2011, 19 - 20 Uhr
Prosa: Der Brief an den Vater. Zeno. Jahrheft für Literatur und Kritik Nr. 31,Werte, 01.12.2010
Hörfunk: Wenn ich eine türkische Autorin wäre ... Erkundungen über Schreiben und Schweigen der Frauen in der Türkei. (WDR 2010), WDR, 09.12.2010, 23.05 Uhr
November 2010 - März 2011
Ausstellung: Sounds. Radio - Kunst - Neue Musik, darin: Ernst Ludwig Kirchner - Inside Out. Hörbild nach Leben und Sterben eines Malers, ZKM - Museum für Neue Kunst, Lorenzstr. 19, 76135 Karlsruhe, www.zkm.de, 11.11.10 - 27.03.11, Di-Fr 10-18 Uhr, Sa-So 11-18 Uhr