Es sind Versatzstücke krimifähiger Szenen, Mutmaßungen, Umrundungen möglicher Fälle, Schlaglichter, freigegeben für Fantasien, Regieanweisungen für Projektionen. ekz, Heidrun Küster, Dezember 2016

… der besondere Reiz des literarischen Experiments besteht darin, dass der Leser – der gleichzeitig Hörer ist – selbst entscheiden kann und muss, in welcher Reihenfolge er sich mit den angebotenen Texten vertraut macht. Ein interaktives Inhaltsverzeichnis mit Kapitel-Überschriften wie „Die Parkbank“, „Das Ding“ und „Die Zeitung“ dreht sich vor seinen Augen im Kreis. Als Inspirationsquelle für ihr Rondo nutzte die Autorin den Kriminalroman „keiner keinen“ der amerikanischen Avantgardistin Gertrude Stein. Wie diese in ihrem Text aus dem Jahr 1948 verzichtet Heinemann auf eine nacherzählbare Handlung und ausgearbeitete Charaktere. Es gibt auch keine Leiche, sondern nur Fährten, die in die Irre führen. Beschrieben wird, in Prosa und Lyrik, das Geheimnisvolle, alles bewegt sich zwischen Traum, Wahn und vermeintlicher Realität. Von ähnlicher Art sind 13 „Schattenzeichnungen“ der Berliner Fotografin Manuela Höfer, die, figurativ und abstrakt zugleich, die kriminalistische Spurensuche illustrieren. Das enhanced E-Book übrigens gilt als ein Medium, das besonders zur Vermittlung von Wissen und also für Sachbücher und Ratgeber taugt. Elke Heinemann, ausgezeichnet mit dem Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste in Berlin, erbringt nun den Nachweis, dass es auch poetische Qualitäten besitzt. Frankenpost, Ralf Sziegoleit, 18.05.15

Diese „Antikriminalgeschichten“ nehmen uns auf die Schippe: Geschrieben in der Sprache des Krimis hinterfragen sie dabei ständig dessen Code. Elke Heinemann stellt in ihren sechs „Antikriminalgeschichten“ das Genre Krimi als poetisches Spiel aus. Andeutungen und Vermutungen zerren an unserer Vorstellungskraft wie die Fäden an einer Marionette. Gertrude Stein, die in ihrem Krimiroman „Blood on the Dining-Room-Floor“ das „zufällige Aufeinandertreffen“ aufgewertet hat, wäre zufrieden. Missy Magazine, Nikola Richter, November 2015

Das schönste E-Book Deutschlands http://www.miss-eyre.de/tag/e-book/,13.11.15

Das Fixed-Layout-EPUB „Nichts ist, wie es ist“ des Cividale Verlages beinhaltet die experimentelle Umsetzung eines Kriminal-Stoffs. Fotografien, Lyrik, Prosa werden in avantgardistischer Ästhetik zu einem digitalen Gesamtkunstwerk verwoben, in das der Leser an jeder Stelle und aus jeder Perspektive eintauchen kann. Der Titel überzeugt durch seine formal und gestalterisch ebenso innovative wie sperrige Herangehensweise an das digitale Neu-Denken eines klassischen Genres. Aus der Begründung der Jury für die Auszeichnung mit dem Deutschen eBook Award 2015 in der Sparte „Fiction“