Elke Heinemanns provokanter Roman „Kiss OFF“ macht Stimmung gegen Kommerzialisierung. Die Berliner Literaturkritik, 25.06.08

Ein Roman erzählt, wie eine Autorin einen Bestseller schreiben will und das Leben und Begehren der sich scheinbar selbst überlassenen Romanheldin die Story beeinflusst und in der Folge sämtliche Klischees von Mädchen- und Frauen-Romanen auseinander nimmt. Die Zeit Online, 27.08.08

Die Jagd nach Liebe bzw. dem Bestseller wird angemessen temporeich, kurzweilig und mit selbstironischem Witz vorgetragen und erstaunlich trickreich erzählt, zumal Elke Heinemann den beiden Ebenen von Kassenschlager fabrizieren und Traumtyp erobern weitere doppelte Böden eingezogen hat. So tritt zur Satire auf den Literaturbetrieb und das moderne Weibchenbild die Parodie auf die Werbewelt: Der Roman dient wie eine Internetseite auch als Reklamefläche. Das Buch liest man schneller, aber man hat weit mehr davon. Konkret Literatur Nr. 33, 2008/2009

Das Spiel mit Klischees aus der durchkonfektionierten Frauenunterhaltung ist aber nur eine Ebene von Kiss Off. Eine zweite Ebene kreist um die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche: Das Buch als Produkt, das profitabel vermarktet werden muss, und der Mensch, der sich in Zeiten des Turbokapitalismus dem gleichen Optimierungsprozeß aussetzt. WDR 3/Gutenbergs Welt, 11.01.09

Kunst meets Frauenroman: unkonventionell und innovativ, postmodern, irrwitzig und ironisch, konsum- und sozialkritisch, feministisch und frisch – das alles ist „Kiss Off“. Elke Heinemann hat ein außergewöhnliches und bemerkenswertes Buch kreiert! AVIVA Online-Magazin für Frauen, 18.11.2008

Wie nebenbei wird der „Bestseller“ damit endlich auch als Gattungsbezeichnung in den deutschen Buchmarkt eingeführt. In „Kiss off“ ist alles gefaked. Lesen Sie doch zur Abwechslung einmal nicht den brandneuen, ultimativen, verstörendsten, sanftesten oder berührendsten, sondern den maßlosesten „Bestseller“ der Saison. goon. Das Magazin für Gegenwartskultur, 01.12.08

Kiss Off ist eine Slapstick-Komödie ganz neuer Art, mit jeder Menge Selbstironie, garniert mit üppigen Seitenhieben auf die Illusionsmaschinerie der Konsumwelt und deftig abgeschmeckt mit Echt-Zitaten aus der Pornowerbung, insgesamt ein tragischkomisch-schriller Zerrspiegel für die seelische Befindlichkeit des modernen Singledaseins. Vorarlberger Nachrichten, 16.01.09

„KISS OFF – Bestseller in Echtzeit“ ist eine Sammlung von Tagebucheinträgen, von Gedanken, Erlebnissen, Impressionen, Ideen und Phantasien. Die Autorin will damit nicht nur die Kommerzialisierung der Literatur auf die Schippe nehmen sondern ganz offensichtlich auch das moderne Frauenbild selbst, wie es sich durch „Sex and the City“ und „Desperate Housewives“ in den Köpfen festgesetzt hat. Elisabeth Herzig ist auch ein wenig sie selbst – ernüchtert durch die schnöde Realität, in der es nicht darauf ankommt, wie literarisch oder ungewöhnlich ein Buch ist, sondern wie es sich am besten verkauft. Roter Dorn, 01.08.08

Ein Wirrwarr an Doppelgängern und Komplikationen, das aber durchaus seinen Reiz hat. Die Autorin führt dem geneigten Leser brutal die Kommerzialisierung der Literatur vor. Die Geschichte ihrer Protagonistin ist in Echtzeit wiedergegeben und gespickt mit Werbeflächen für die im Roman erwähnten Artikel. Kombiniert mit einer Anleitung zum Schreiben erotischer Literatur inklusive dem entsprechenden Anreiz. Buch Blog, 02.01.09