In Vorbereitung
} 25. Feb. 2023

Ezra Pound Reloaded / Olgas Augen

Lesung im Rahmen der 17. Große Kiesau Literaturnacht in Lübeck

„SHOWROOM VENEDIG“ (AT)

Auch 2023 soll die „Große Kiesau Literaturnacht“ stattfinden. Das Besondere an dieser 2006 gegründeten sozio-kulturellen Veranstaltung: Menschen öffnen ihre Privathäuser für Lesungen und es kommt zu Begegnungen und Gesprächen, die sonst nicht möglich wären. 22 Autorinnen und Autoren, Schauspielerinnen und Schauspieler sollen 2023 in 18 Häusern der Altstadt von Lübeck in die Planung eingebunden werden.

Eine 16. Literaturnacht zum Krieg in der Ukraine fand aus aktuellem Anlass als Benefizveranstaltung für „Ärzte ohne Grenzen“ am 14. Mai 2022 statt. Auch die 17. Literaturnacht 2023 wird eine reine Privatinitiative bleiben, getragen vom Verein „Große Kiesau Literaturnacht e.V.“  und der künstlerischen Leitung von Reinhard Göber. Wie seit den „Anfängen“ 2006 werden auch 2023 ausschließlich Werke noch lebender Autorinnen und Autoren vorgestellt. Es wird zusätzlich vier Uraufführungsprojekte geben, die speziall für diese Literaturnacht entwickelt werden: www.grosse.kiesau.de

Das Konzept für die 17.Literaturnacht 2023 soll sich in folgendem inhaltlichen Spannungsfeld abbilden:

Venedig. Die Serenissima. Ein Gesamtkunstwerk Europas, fern von Zeit und Raum, Sehnsuchtsort durch die Jahrhunderte, Spiegel unserer Befindlichkeit. Stadtstaat und Welthandelsmetropole, Inspirationsort für Künstler aller Jahrhunderte und Tourismusmagnet. Im 19. Jahrhundert versinkt Venedig, politisch und ökonomisch abgehängt von der Entwicklung, in Bedeutungslosigkeit. Venedig ist Verfall und zugleich Feier der Dekadenz und Ausverkauf an den Kommerz in unseren Tagen.

Die 17.Literaturnacht wird sich als Hommage der einstigen „Königin der Hanse“ an die Stadt gestalten, mit der sie seit Jahrhunderten kulturell und wirtschaftlich verbunden ist, seit 1979 mit einem Freundschaftsvertrag. Literatur JETZT! Kunst und Kultur sind identitätsstiftend und eröffnen kommunikative Horizonte im gesellschaftlichen Diskurs.

 

Elke Heinemann